Cirklink - Nataša Berk

Contain / Control - Ren Aldridge

Intervention at the border with National Flags, 2019

Ren Aldridge

Zwei zehn Meter lange Fahnen, zusammengenäht aus alten Nationalflaggen, liegen in dem rasant strömenden Grenzfluss Mur. Sie bewegen sich mit einer scheinbaren meditativ fließenden Bewegung wie Fahnen im Wind.

Auf jeder Flagge ist ein Wort zu lesen, - Contain / Control- (Eindämmung / Kontrolle).
Die beiden Wörter in der Intervention von Ren Aldridge spielen mit der Doppeldeutigkeit der Begriffe speziell an dieser Grenzsituation mitten im Wasser an.
Da ist zunächst die Grenze, die es zu kontrollieren gilt und die nicht gewünschte Grenzwanderung einzudämmen versucht. Die Fahnen im Wasser lassen die enormen Kräfte, die auf die Intervention einwirken, erahnen und verdeutlichen, dass eine wirkliche Kontrolle und Eindämmung der Natur nicht gelingen kann. Grenzen sind fluide, sie verändern sich ständig.
Früher oder später wird diese Installation von der starken Strömung mitgerissen werden. Auch die kulturellen Wanderungen von Mensch und Natur auf Grund von klimatischen und gesellschaftlichen Veränderungen wird man nicht immer aufhalten können.


Ren Aldridge Contain/Control Intervention at the border with National Flags, 2019

Dve desetmetrski zastavi, sešiti iz starih državnih zastav, plavata na Muri, ki hitro teče. Dozdeva se, da se premikata povsem meditativno, tekoče kot zastave v vetru.

Na vsaki izmed zastav lahko razberemo eno od besed Contain/Control (zadržati/nadzorovati). Ti besedi, ki ju je Ren Aldridge uporabila v svoji intervenciji na sredi Mure, s svojo dvoumnostjo namigujeta še posebej na to mejno situacijo. To mejo je namreč treba varovati in poskušati zadržati neželene prehode preko nje. Zastave v vodi omogočajo prepoznavo neznanskih sil, ki delujejo na intervencijo, in prikazujejo, da resničen nadzor in resnično zadrževanje v naravi nista mogoča. Meje so tekoče in se stalno spreminjajo. Prej ali slej bo močan tok to instalacijo odnesel. Tudi kulturnih selitev ljudi in narave zaradi podnebnih in družbenih sprememb ne bo moč stalno zaustavljati.

BERTA* IS AMERICA - Smuggling Handbook - Mark Požlep

Participatory Lecture performance, various duration, 2019

Mark Pozlep

Mark Požlep in collaboration with Jožica Hribar, Majda Lekše, Irena Butoln, Vesna Škreblin

Phenomenom of “Švercanje” - to run, to smuggle, to bootleg things over the border, was a well know neccesity and almost a national sport in Slovenia from 1947 until 2004 when Slovenia became a member of European Union. People were smuggling everything what was impossible or hard to get in Slovenia - than Yugoslavia, from Coffee, eggs, butter, liquer, ciggaretes to TV, computer, sound equipement and Jeans. 

Mark Požlep used for his project the medium of contemporary storytelling, in collaboration with elderly. The performance opens a stage for a memory, dreams, utopian wishes and economic funtion / dysfunction of the national borders.

*Berta is a legendary shop on Austrian side at the border between Slovenia and Austria on the crosspoint Šentilj.

Grenzstück Nr.1 / Mejnik št.1 - Slobodan Kajkut

Composition and Performance

Slobodan Kajkut

The piece starts with two musicians playing each on the ferry Weitersfeld, the slovenien side of the river Mur.

They played variety of dissonant chords on their instruments (Electric Guitars). The chords changed gradually (approx. every 20-25 seconds), mostly as tremolo. Each chord has been played at least 20 seconds.

After a few minutes, the ferry began to move slowly the other side of the river until they reached the neighbor country Austria (approx. 8-10 minutes). They stayed there for at least 5 minutes, playing entire time. As they move more towards the austrian side, they gradually played more and more consonant “normal” chords until both played a E major chord. They played the chord together for at least 3 minutes, ending at the same time.


ELIA - René Stessl

Performance

Stessl_Essperformance

Basierend auf eine Geschichte des Propheten Elia, setzte René Stessl die Abschlussperformance der 72 Stunden Happenings in St. Veit in der Südsteiermark um. Aus dem Inneren der Kirche in St. Veit mit dem Heiligen St. Veit in der Suppenschüssel und dem einzigen weltweiten Deckenbild, wo Karl Marx verewigt wurde, erklang die Orgel.

Vor dem Eingang der Kirche war ein riesiger Esstisch gedeckt, an dem sich Bürger*innen aus der Grenzregion gegenseitig mit riesigen Löffeln fütterten. Diese symbolträchtige Geste des gemeinsamen Speisens und sich gegenseitig zu unterstützen, bildete den perfekten Abschluss des 72 Stunden Happeningsformat.

ELIA Saga (Auszug) Einst kam ein Mann zum Propheten Elia. Ihn bewegte die Frage nach dem Himmel und der Hölle. Der Prophet führte ihn in einen großen Saal, wo sich viele ausgemergelte Gestalten um die Feuerstelle mit einem Topf duftender Suppe drängten. Jeder besaß einen gusseisernen Löffel. Der Löffel war aufgrund seiner Größe zu schwer, um allein damit die Suppe zu schöpfen, und zu lang, um damit Nahrung zum Mund führen zu können. Die Menschen waren wahnsinnig vor Hunger. Der Prophet Elias sagte: 'Siehst du, das ist die Hölle!'

In dem nächsten Saal saßen auch Menschen. Auch hier hatten sie nur die riesigen Löffel. Aber die Menschen waren wohlgenährt, und man hörte das zufriedene Summen angeregter Unterhaltung. Sie tauchten gemeinsam die schweren Löffel ein und fütterten die Gegenübersitzenden. Auf diese Weise wurden alle satt. Und der Prophet Elias sagte: 'Siehst du, das ist der Himmel!'


Wittgenstein (Welturaufführung) - Natascha Geier

Peformative Lesung

Natascha Geier

'Die Grenzen meiner Sprache sind die Grenzen meiner Welt'
Idee und Regie: Natascha Geier
Schauspiel: Wolfram Koch
Musik: Nicolai von Schweder-Schreiner
Textbearbeitung: Natascha Geier und Manfred Geier

Noch vor der Grenzziehung vor 100 Jahren schrieb der Philosoph Ludwig Wittgenstein sein berühmtes Werk Tractatus logico-philosophicus.
In der Eröffnungsperformance mit Zitaten aus dem Werk von Wittgenstein, verbunden mit vielen Hintergrundgeschichten aus seinem Leben, setzte sich der Inhalt mit einer zeitgenössischen Interpretation und Aktualität seiner sprachlichen Gedankenwelt auseinander. Alleine die Tatsache, dass Ludwig Wittgenstein der Erfinder der Emojis war, zeigt wie fortschrittlich seine Ideen zur Kommunikation waren.

Kleft - Roederer für Ruderer

Kleft

Jürgen Kleft ist am Vorabend des Transborders-Happenings spurlos verschwunden und via Steckbrief wurde in den letzten Wochen erfolglos gesucht. In der Nacht vom 28. auf den 29. August 2019 war er nach längerem Aufenthalt in der Bicikl-Bar auf Höhe der Radbrücke bei Apače mit einem Schlauchboot in die Mur gestiegen. Bürger*innen aus der Umgebung haben in der Nacht eine Person laut im Wasser schreien gehört. Nach übereinstimmendenen Aussagen, soll er „Was sind den schon Grenzen, wenn ich ein Boot habe!“ gebrüllt haben und es auch auf Slowenisch wiederholt haben: „Kakšne so meje, če imam čoln!“.

Einem Zufall ist es zu verdanken, dass sein Schlauchboot nahe Golubac in Serbien aufgefunden und nach langen Diskussionen nach Österreich zurückgesandt wurde. Von Kleft selbst fehlt weiter jede Spur. Da das Boot fest an einem Baum am Land angebunden war, besteht große Hoffnung ihn schon in den nächsten Tagen zu finden.


Jürgen Kleft je večer pred dogajanjem Transborders izginil brez sledi, v preteklih tednih pa iskanje s tiralico ostaja neuspešno.

V noči z 28. na 29. avgust 2019 se je po daljšem obisku Bicikl bara pri kolesarskem mostu pri Apačah vkrcal na gumijasti čoln na Muri. Očividci so v tamkajšnji okolici ponoči slišali nekoga glasno kričati na vodi. Več izjav potrjuje, da je na glas zaklical: „Was sind den schon Grenzen, wenn ich ein Boot habe!“ in to ponovil še po slovensko: „Kaj mi bodo meje, če imam čoln!“.

Po naključju so njegov gumijasti čoln našli v bližini Golubovca v Srbiji in ga po daljših pogovorih vrnili v Avstrijo. A Kleft je izginil brez sledi. Glede na to, da je bil čoln dobro privezan ob drevo na brežini, obstaja precejšnje upanje, da ga bomo v prihodnjih dneh našli.

Freundschaft - René Stessl

Prijateljstvo, 2019

Stessl_Klammer

Die Kutschenitza, im Mittelalter eine Grenze zwischen dem Herzogtum Steyer und dem Königreich Ungarn, mit dem Zerfall der Habsburgermonarchie zwischen Österreich und Jugoslawien, bildet heute die Staatsgrenze zwischen Slowenien und Österreich.

Mit seiner Arbeit Freundschaft setzt René Stessl an der Grenzbrücke Gerlinci/Klöch mit sechs metallischen Überbrückungsklammern ein unmissverständliches Zeichen. Er verbindet zwei Länder symbolisch, um einem etwaigen Auseinanderdriften entgegenzuwirken und Gemeinsamkeiten einer Region im gegenseitigen Respekt vor dem jeweiligen Anderssein hervorzuheben. So pflanzt er als lebenden Teil der Installation, den für diese Region bezeichnenden Wein, der gemeinsam gezogen, gehegt, geerntet, gekeltert und genossen werden soll.

Nicht als erhabene Sockelskulptur, sondern sich in den unmittelbaren Lebensraum begebend, wird somit Grenze sowohl in ihrer territorialen Form als auch in ihrer vielfältigen Bedeutung zum Thema fruchtbaren Austausches.


Freundschaft – Prijateljstvo, 2019

Kučnica, srednjeveška meja med vojvodino Štajersko in Kraljevino Ogrsko, po propadu habsburške monarhije meja med Avstrijo in Jugoslavijo, je danes mejna reka med Slovenijo in Avstrijo.

René Stessl s svojim delom Prijateljstvo ob mejnem mostu Gerlinci/Klöch, ki sestoji iz šestih kovinskih premostitvenih sponk, pošilja jasno sporočilo. Simbolno povezuje dve državi, da bi preprečil morebitna razhajanja in poudaril skupnost regije upoštevajoč drugačnost obeh. Zato je kot živ del instalacije posadil za to regijo značilno vinsko trto, ki naj bi jo skupaj vzgajali, negovali, obirali, stiskali in uživali.

A ne kot vzvišen kip na temelju, temveč kot nekaj, kar se neposredno poda v okolico, postane meja tako v teritorialnem kot v raznolikem pomenu tema pestre izmenjave.

RESANITA

Karte der Landschaften, 2019

SLO HUN

Resanita

Es sind nicht Staaten, es sind nicht Länder, es sind Landschaften.

RESANITA erkunden, ausgehend von St. Anna am Aigen, die Region um das Dreiländereck Österreich, Ungarn und Slowenien. Auf dieser Reise sprechen sie mit Menschen vor Ort, schließen Kontakte mit BiologInnen und ÖkologInnen und erwerben Pflanzen – auf bewährte Art, durch Kauf, durch Tausch und als Geschenk. Was sie zu den Pflanzen dazubekommen, sind Geschichten und Wissen – politische und historische Fakten, botanische und ökologische Informationen, aber auch persönliche Geschichten und Einsichten in Lebenswelten um drei Grenzen.

Die Künstlerinnen vermerken die Orte ihrer Recherchen, Gespräche und Treffen und zeichnen somit eine erweiterte Landkarte – eine Karte von Beziehungen – sie finden ein dichtes Netzwerk von Menschen, die über die aktuellen Grenzen hinaus zusammenarbeiten, und erfahren auch von den Beziehungen zwischen Ereignissen einer bewegten Geschichte und deren indirekten Auswirkungen auf akute globale Anliegen wie Naturschutz, Ökologie und Klimawandel.

Die Karte der realpolitischen Geschichte überlagert sich mit einer Karte aktueller ökopolitischer Aktivitäten. Die Protagonisten des Projektes, die ausgewählten Pflanzen, sind hier in St. Anna am Aigen in einer permanenten Installation gepflanzt. Textlich versehen mit vielschichtigen Informationen sind sie wachsende Ökoskulptur und Teil der Landschaft, die sie auch repräsentieren.

Das Dreiländereck ist ein Raum mit langer gemeinsamer historischer Vergangenheit, ein Raum der Begegnung verschiedener Völker, Sprachen und vielfältiger Traditionen, hier grenzen abgelegene und ursprünglich kleinbäuerlich strukturierte Regionen Österreichs, Ungarns und Sloweniens aneinander. Heute gibt es im zweisprachigen (slowenisch, ungarisch) Porabje (HU) noch einen kleinen deutschsprachigen Bevölkerungsanteil, Dörfer in Prekmurje (SLO) mit ungarisch- und slowenischsprachiger Bevölkerung und Dörfer im Bezirk Radkersburg (AT), in denen neben Deutsch vereinzelt auch noch slowenisch gesprochen wird. Allerdings blickt das Gebiet auch auf eine wechselvolle Geschichte, auf militärische Konflikte und damit verbundene Vertreibungen zurück und war Jahrzehnte getrennt durch den Eisernen Vorhang, der nicht nur eine undurchdringliche Barriere zwischen angrenzenden Staaten darstellte und sämtliche regionalen nachbarschaftlichen Beziehungen unterbrach, hier trennte sich in den Jahren des Kalten Krieges Europa.

Geografisch treffen in dieser Region drei Klimazonen aufeinander und bilden auf kleinem Raum vielfältige Landschaften. Aufgrund der Abgelegenheit, der langsamen wirtschaftlichen Entwicklung und der nun brachliegenden Grenzstreifen konnte sich eine große ökologische Vielfalt erhalten. Die Region ist nahezu durchgängig als naturräumliches Schutzgebiet ausgewiesen.

Besenheide     Calluna vulgaris    Vresa     Közönséges csarab, Seprűvirág

Calluna vulgaris breitete sich gehäuft auf den Wegen und Flächen entlang des Eisernen Vorhanges aus. Die Pflanze, die im Volksmund oft als Erika bezeichnet wird, ist eine Folgepflanze von großflächigen maschinellen Verschiebungen von Erdreich, bei denen die Humusschicht großflächig abgetragen wird, und zeigt somit immer Eingriffe von Menschenhand an. Sie gedeiht auf den anschließend zutage tretenden sauren Böden und auch gerne in der Gesellschaft von Kiefern, wie sie im Őrség (HU) und in Prekmurje (SLO) zahlreich wachsen. Bis vor 20 Jahren stellte die Harzgewinnung von Kiefern in dieser Gegend noch eine Einnahmequelle dar. (Mátyás Szépligeti, Botaniker im Őrség National Park)




Zemljevid Pokrajin, 2019

o niso države, niso dežele, temveč pokrajine.

Umetnici RESANITA sta raziskali področje ob tromeji med Avstrijo, Madžarsko in Slovenijo, za izhodišče pa sta izbrali kraj St. Anna am Aigen v Avstriji. Na tem popotovanju sta se pogovarjali z lokalnim prebivalstvom, navezovali stike z biologi/biologinjami inokoljevarstveniki/okoljevarstvenicami ter na preverjen način pridobivali rastline – z nakupom, izmenjavo in kot darilo. Kar sta dobili poleg rastlin, so zgodbe in znanje – politična in zgodovinska dejstva, biološke in okoljske informacije, pa tudi osebne zgodbe in poglede v življenje ob tromeji.

Umetnici sta zapisovali kraje svojih raziskovanj, pogovore in srečanja z ljudmi, s čimer sta ustvarili razširjen zemljevid – zemljevid odnosov. Odkrili sta gosto omrežje ljudi, ki čezmejno sodelujejo, izvedeli pa tudi marsikaj o povezavah med dogodki v razgibani zgodovini regije ter njihovih posrednih učinkih na pereče globalne težave, kot so okoljevarstvo, ekologija in podnebne spremembe.

Zemljevid realne politične zgodovine se prekriva z zemljevidom sodobnih ekopolitičnih dejavnosti. Protagonisti projekta, izbrane rastline, so v kraju St. Anna am Aigen posajene v obliki trajne instalacije. Opremljene z besedili, ki vsebujejo mnogoplastne informacije, so rastoča ekološka skulptura in del pokrajine, ki jo tudi predstavljajo.

Tromeja je prostor z dolgo skupno zgodovinsko preteklostjo, prostor, kjer se srečujejo različni narodi, jeziki in raznolike tradicije. Tu se stikajo odročne in prvotno z majhnimi kmetijami poseljene avstrijske, madžarske in slovenske pokrajine. Danes v dvojezičnem Porabju na Madžarskem (slovensko in madžarsko govorečem) še najdemo majhen delež nemško govorečega prebivalstva, v prekmurskih vaseh v Sloveniji govorijo madžarsko in slovensko, v okraju Radkersburg/Radgona (Avstrija) pa posamezniki poleg nemščine uporabljajo tudi slovenščino. Seveda ima področje za seboj tudi burno zgodovino, vojaške konflikte in s tem povezane izgone, desetletja pa je bilo razdeljeno z železno zaveso. Ta ni predstavljala le neprehodne ovire med sosednjimi državami in je pretrgala vse regionalne medsosedske odnose, temveč se je tu v času hladne vojne delila Evropa.

Geografsko gledano se v tej regiji stikajo trije podnebni pasovi, ki na majhnem prostoru tvorijo raznolike pokrajine. Zaradi odročnosti, počasnega gospodarskega razvoja in še vedno neobdelanega mejnega pasu se je lahko ohranila velika biotska raznovrstnost. Regija je skoraj v celoti uvrščena v naravovarstveno zaščiteno območje.

Besenheide     Calluna vulgaris    Vresa     Közönséges csarab, Seprűvirág



Calluna vulgaris se je množično razširila vzdolž poti in na površinah ob železni zavesi. Pojav rastline, ki jo v ljudskem izročilu v nemščini imenujejo tudi erika, je posledica obširnih strojnih premikov zemlje, pri čemer so širokoplastno odstranili plast humusa. Vedno torej opozarja na posege človeške roke v naravo. Vresje namreč dobro uspeva na kislih tleh, ki pridejo na dan po odstranitvihumusa, uspeva pa tudi v družbi borovcev, ki so v Őrségu in Prekmurju številni. Do pred dvajsetimi leti je pridobivanje smole iz borovcev na tem področju še predstavljalo vir dohodka (Mátyás Szépligeti, botanik v krajinskem parku Őrség).



Vidékek térképe, 2019

Ezek nem államok, nem országok, hanem tájak.

RESANITA St. Anna am Aigenből indulva felderíti Ausztriában, Magyarországon és Szlovéniában a Hármashatár régióját. Helyi emberekkel beszélgettek, biológusokkal és ökológusokkal kötöttek ismeretségeket, és jól bevált módon növényeket gyűjtöttek (vásárlás útján, cserébe, illetve ajándékként) ezen az úton. Amit a növényeken kívül kaptak: történetek és tudás- politikai és történelmi tények, biológiai és ökológiai információk, egyúttal személyes történetek és betekintések a Hármashatár életterébe.

A művésznők feljegyezték a kutatásaik helyszíneit, a beszélgetéseket és találkozásokat, ezáltal egy bővített térképet -a kapcsolatok térképét - megalkotva megtalálták az emberek olyan közvetlen hálózatát, akik képesek a jelenlegi határokon felülemelkedve is együtt dolgozni. Megtapasztalva a mozgalmas történelem eseményeinek összefüggéseit, kivetítették mindennek a halaszthatatlan globális célokra (természetvédelem, ökológia és klímaváltozás) gyakorolt indirekt hatásait.

A reálpolitikai történelem térképe átfedést mutat az aktuális ökopolitikai aktivitások térképével. A projekt főszereplői, a kiválasztott növények, itt St. Anna am Aigennél egy állandó installációként lettek leültetve. Tulajdonképpen az egész egy ökoszobor, melyet sokrétegű információkat tartalmazó szövegekkel láttak el és egyben a táj része is, amelyet reprezentál.

A Hármashatár egy közös történelmi múlttal rendelkező térség, a különböző népek, nyelvek és sokoldalú tradíciók tere, Ausztria, Magyarország és Szlovénia félreeső, ősi kisparaszti felépítésű régiói itt határolják egymást. A magyarországi kétnyelvű (szlovén, magyar) Rábavidéknek van még egy kis létszámú németnyelvű lakossága, Szlovéniában a kétnyelvű falvak (magyar, szlovén) a Muravidéken és kétnyelvű falvak (szlovén, német) az osztrák Radkersburg körzetében vannak. Habár a terület változatos történelemet, katonai konfliktusokat és az ezekkel összefüggő kiűzetések emlékeit mondhatja magáénak, a vidék részeit évtizedekig elválasztotta egymástól a vasfüggöny. A jelenség nemcsak a határos államok közé állított áthatolhatatlan sorompót, megszakadt általa az összes, régiók közötti szomszédos kapcsolat, a hidegháború éveiben ráadásképp egész Európát kettéválasztotta.

Földrajzi tekintetben három klímaövezet találkozik össze ebben a régióban, egy kis térségen belül változatos tájak jelennek meg. A félreeső fekvése, a lassú gazdasági fejlődése és kihasználatlan határsávjai miatt nagy ökológiai sokszínűség alakulhatott ki itt, a térséget csaknem teljes egészében természetvédelmi területnek nyilvánították.

Besenheide     Calluna vulgaris    Vresa     Közönséges csarab, Seprűvirág



Az egykori Vasfüggöny mentén található meg a Calluna vulgaris elterjedési helye, mely jelenleg az Őrségi Nemzeti Park részét képezi. A nagyobb földterületek gépi megmunkálása közben a humuszréteg jelentősen csökkent. Ezen a sokszor emberi kéz beavatkozására utaló részen jelent meg a népek által Erikának is nevezett növény. A folyamat az erdeifenyők jelenlétével végül savas talaj kialakulásához vezetett, ahogy az Őrségben és Prekmurjében (Muravidéken) is tapsztalható. A gyantakitermelés 20 évvel ezelőttig a vidék egy további bevételi forrásának számított (Szépligeti Mátyás, az Őrségi Nemzeti Park botanikusa).